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Reparatur eines Wechselrichter Voltcraft NPI 500-12

Der Wechselrichter kam mit der Fehlermeldung piep nur, tut sonst nichts. Was tut man nicht für einen guten Freund. Also das Gerät mal öffnen.
Die vier Schrauben in den Ecken auf der einen Seite
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und auf der anderen Seite lösen.
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Die Frontplatte auf der Steckdosenseite vorsichtig abziehen.
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Wenn die beiden LED herausfallen darf man beim Zusammenbau nicht vergessen sie mit Heiß- oder Superkleber wieder zu befestigen.
Nun lässt sich der Deckel anheben und herausziehen.
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Das das Piepsen nicht grundlos war zeigte das innere des Deckel.
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Das Gerät ist nun offen.
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Nach dem Anheben der Steckdosenseite lässt sich die ganze Platine hinausschieben.
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Nun zeigte sich das ganze Ausmaß der Bescherung. Alle FET auf der 12V und 230V Seite waren defekt. Einer von ihnen hatte sich gänzlich aufgelöst.
Da es aber Standard FET, auf der 12V Seite IRF3205 und auf der 230V Seite IRF740, waren sollte das nicht das Problem sein.
Es waren auch Bauteile zwischen dem TL494 und den FET defekt. Einer hatte sich auch aufgelöst, einer zeigte deutlich Hitzespuren und auf zwei Bauteilen in SOT23 Gehäuse konnte man Y1 lesen. Also eine Marking Code Liste gesucht und die Dinger als Z-Diode 11V identifiziert. Etwas eigenartig, aber was solls. Die FET müssen auch bestelle werden, da gehen die Z-Dioden gleich mit.
Nach erfolgter Lieferung die Z-Dioden eingelötet und nichts, kein Signal auf den Gates der FET, der TL494 scheint aber OK zu sein.
Also noch mal das Layout studieren, die ausgelöteten Bauteile analysieren und siehe da, eines der Teile entpuppt sich als npn Transistor. Zusammen mit dem Layout wäre da eine Push-Pull-Stufe als Treiber für die FET logisch.
Der Kollektor eines Transistor geht auf Plus der andere auf Minus, also entsprechen einen npn und einen pnp eingelötet und siehe da, volles Signal am Gate der FETs.
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Hier am Bild eingekreist die beiden Treiberstufen. Verwendet habe ich Transistoren mit der Kennung 1B und 3B.
Nun noch die FET eingelötet, alle Verbindungen noch mal überprüft, 12V angelegt und eingeschalten, 290V auf der Hochspannungsseite sind vorhanden.
Nun auch noch die FET auf der Hochspannungsseite einlöten, alles noch mal prüfen und einschalten, 230V sind an der Steckdose zu messen.
Eine 100W Glühbirne angesteckt, einschalten und sie leuchtet. Bei 10A Strombedarf gibt mein 7,5Ah Akku allerdings sehr schnell auf.
Das ganze wieder zusammengestellt, noch mal getestet, feritg zum Gebrauch.

Wenn man allerdings nicht, so wie ich, es probieren will ob es nicht doch zu reparieren sei, muss man sagen, es zahlt sich nicht aus. Dieser Wechselrichter ist nicht das Gelbe vom Ei, bei dem Preis kann man allerdings auch nicht viel mehr erwarten.